Der Morgen beginnt hektisch. Schuhe werden gesucht, das Frühstück bleibt halb stehen und dein Kind wirkt schon vor der Schule angespannt. In der Klasse geht es weiter. Viele Eindrücke, Lautstärke, Erwartungen. Kein Wunder, dass Kinder innerlich unruhig werden, zappeln oder sich schlecht konzentrieren können.
Gerade in der Grundschule ist das Nervensystem noch sehr empfindlich. Kinder nehmen Stimmungen stark auf und haben oft noch keine Strategien, um sich selbst zu regulieren. Genau hier helfen Entspannungsübungen für die Grundschule. Sie bringen Ruhe, fördern die Konzentration und schenken Kindern ein Gefühl von Sicherheit.
Das Beste daran: Es braucht keine lange Vorbereitung. Nur ein paar Minuten und einfache Übungen, die fast wie kleine magische Rituale wirken.
Warum Entspannungsübungen in der Grundschule so wichtig sind

Viele Kinder stehen heute schon früh unter Druck. Leistungsanforderungen, Reizüberflutung und wenig echte Ruhephasen sorgen dafür, dass das Nervensystem dauerhaft aktiviert ist. Das zeigt sich häufig durch:
- Unruhe im Unterricht
- Konzentrationsprobleme
- emotionale Ausbrüche
- Müdigkeit
- Bauch oder Kopfschmerzen
- Streit mit anderen Kindern
Regelmäßige Ruheübungen helfen dem Körper, wieder in den Entspannungsmodus zu wechseln. Kinder lernen dadurch ganz nebenbei, sich selbst zu regulieren. Das stärkt nicht nur die Konzentration, sondern auch das Selbstvertrauen.
Übung 1: Der Zauberatem
So funktioniert es
Die Kinder setzen sich bequem hin. Sie stellen sich vor, sie halten eine warme Tasse Kakao in den Händen. Beim Einatmen riechen sie daran. Beim Ausatmen pusten sie vorsichtig, um den Kakao abzukühlen.
Warum diese Übung wirkt
Diese einfache Atemübung beruhigt sofort das Nervensystem. Der verlängerte Ausatem signalisiert dem Körper Sicherheit. Besonders unruhige Kinder kommen dadurch schnell wieder in die Konzentration.
Dauer
1 bis 2 Minuten
Übung 2: Der schwere Stein
So funktioniert es
Die Kinder stellen sich vor, sie verwandeln sich in einen schweren Stein. Sie spannen den ganzen Körper an. Schultern hochziehen, Hände fest drücken, Gesicht anspannen. Dann lassen sie alles los und werden ganz weich.
Warum diese Übung wirkt
Der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung hilft Kindern, ihren Körper besser wahrzunehmen. Gleichzeitig wird überschüssige Energie abgebaut.
Dauer
2 Minuten
Übung 3: Die Wolkenreise
So funktioniert es
Die Kinder schließen die Augen. Sie stellen sich vor, sie liegen auf einer weichen Wolke. Die Wolke trägt sie langsam durch den Himmel. Alles ist ruhig und leicht.
Du kannst ruhig und langsam sprechen:
„Die Sonne wärmt dein Gesicht. Der Wind streichelt dich. Du bist ganz entspannt.“
Warum diese Übung wirkt
Fantasiereisen sind besonders wirkungsvolle Entspannungsübungen mit Kindern, da sie die Vorstellungskraft nutzen und sofort Ruhe erzeugen.
Dauer
3 bis 5 Minuten
Übung 4: Die Schildkröte
So funktioniert es
Die Kinder ziehen den Kopf zwischen die Schultern, machen sich klein wie eine Schildkröte im Panzer. Kurz halten. Dann strecken sie sich wieder groß und locker.
Warum diese Übung wirkt
Diese Bewegung löst Spannungen im Nacken und fördert gleichzeitig die Körperwahrnehmung. Ideal bei langen Sitzphasen.
Dauer
1 Minute
Übung 5: Die leise Feder
So funktioniert es
Die Kinder stellen sich vor, sie sind eine Feder. Sie bewegen sich ganz langsam und leicht durch den Raum. Jede Bewegung wird bewusst und ruhig ausgeführt.
Warum diese Übung wirkt
Langsame Bewegungen helfen, das Tempo im Körper zu reduzieren. Besonders nach turbulenten Phasen bringt diese Übung schnell Ruhe.
Dauer
2 bis 3 Minuten
Übung 6: Hände wärmen
So funktioniert es
Die Kinder reiben ihre Hände schnell aneinander. Sobald sie warm sind, legen sie sie auf die Augen oder den Bauch. Sie spüren die Wärme.
Warum diese Übung wirkt
Wärme signalisiert Sicherheit. Diese kleine Übung wirkt erstaunlich beruhigend und eignet sich auch perfekt vor Klassenarbeiten.
Dauer
1 Minute
Übung 7: Der ruhige Baum
So funktioniert es
Die Kinder stehen aufrecht. Füße fest auf dem Boden. Arme nach oben. Sie stellen sich vor, sie sind ein starker Baum. Der Wind weht leicht, aber der Baum bleibt ruhig.
Warum diese Übung wirkt
Diese Übung verbindet Bewegung mit Ruhe. Sie stärkt gleichzeitig die Körperhaltung und die innere Stabilität.
Dauer
2 Minuten
So werden Entspannungsübungen in der Grundschule besonders wirksam

Damit Konzentrationsübungen in der Grundschule wirklich helfen, sind ein paar Dinge wichtig:
- regelmäßig durchführen
- feste Rituale schaffen
- Übungen kurz halten
- ruhig anleiten
- ohne Leistungsdruck
Schon 5 Minuten täglich können einen großen Unterschied machen.
Extra Tipp: Affirmationen für mehr innere Ruhe bei Kindern
Kinder reagieren besonders gut auf positive Worte. Kurze Affirmationen wie:
- Ich bin ruhig und stark
- Ich schaffe das
- Ich darf mir Zeit lassen
- Ich bin sicher
können Entspannungsübungen wunderbar ergänzen. Sehr schön dafür sind diese liebevoll gestalteten Affirmationskarten für Kinder:
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Du kannst einzelne Karten vor einer Ruheübung ziehen lassen oder als tägliches Ritual nutzen. Viele Kinder entwickeln dadurch schnell mehr Selbstvertrauen und innere Stabilität.
Wann Entspannungsübungen besonders hilfreich sind
Diese Entspannung Grundschule Übungen eignen sich besonders:
- vor dem Unterricht
- nach der Pause
- vor Klassenarbeiten
- bei Unruhe
- vor dem Einschlafen
- bei Streit oder emotionalen Situationen
Sie wirken wie kleine Reset Knöpfe für das Nervensystem.
Häufige Fragen zu Entspannungsübungen in der Grundschule
Wie oft sollte man Entspannungsübungen machen?
Am besten täglich. Schon wenige Minuten reichen aus, um langfristig mehr Ruhe zu fördern.
Welche Übung wirkt am schnellsten?
Atemübungen wie der Zauberatem beruhigen Kinder meist sofort.
Können auch unruhige Kinder teilnehmen?
Gerade für sehr aktive Kinder sind diese Übungen besonders hilfreich. Wichtig ist eine spielerische Anleitung.
Wie lange sollte eine Übung dauern?
Zwischen 1 und 5 Minuten ist ideal. Kinder profitieren von kurzen Einheiten.
Fazit: Kleine Übungen mit großer Wirkung
Entspannungsübungen in der Grundschule sind keine Spielerei. Sie sind ein wertvolles Werkzeug, um Kinder emotional zu stärken und ihre Konzentration zu verbessern. Schon wenige Minuten können helfen, Stress abzubauen und mehr Ruhe in den Alltag zu bringen.
Diese sieben magischen Übungen sind einfach umzusetzen und wirken oft sofort. Probier sie aus und beobachte, wie Kinder Schritt für Schritt lernen, sich selbst zu regulieren.
Manchmal sind es die kleinen Momente der Ruhe, die den größten Unterschied machen.
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen der Information und ersetzen keine medizinische Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an medizinisches Fachpersonal.
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